Ein persönlicher Erfahrungsbericht

Das sind meine Stationen im Traineeship

Hallo zusammen!

Mein Name ist Jan Werle-Emler, ich bin 23 Jahre alt und seit Juli 2015 Teil des Team Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. Ich habe nach meiner Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik berufsbegleitend meinen Meister für Industrie gemacht und mich dann bei vielen Top-Unternehmen beworben – Tönnies war nach einem super interessanten Gespräch vor Ort meine erste Wahl. Wieso? Weil typische Versprechen in Stellenanzeigen über Themen wie Karriere oder Weiterbildung hier eingehalten werden. Nach nun­mehr zwölf Monaten im Unternehmen kann ich das definitiv bestätigen und möchte andere Absolventen und Absolventinnen dazu ermuntern, es mir gleich­zutun und sich für ein Tönnies Traineeship zu bewerben.

Mein kleiner Erfahrungsbericht führt quer durch meine ersten Stationen als Trainee und gibt einen guten Einblick für neugierige Bewerber und Intere­ssen­ten. Jeder Trainee kann entsprechend seiner Ausbildung oder seiner Kernkompetenzen einen von sechs Fachbereichen als Präferenz angeben: Export, IT, Qualitätssicherung, Produktion, Logistik oder Verwaltung. Mein Favorit war die Qualitätssicherung, weil ich hier all das in Ausbildung und Meisterlehr­gang gepaukte Wissen in echten Projekten umsetzen kann.

Kennenlernen der Abteilungen – 4 Monate

Die ersten vier Monate waren eine gute Vorbereitung für die darauffolgenden Stationen. Ich konnte mich mit den vielen Routinen und Regeln des Stammwerks vertraut machen, das auf mich immer noch wirkt wie eine Kleinstadt, in der alles sehr präzise aufeinander abgestimmt ist. Die Abteilungen und Teams der Qualitätssicherung haben mich alle herzlich empfangen und mir ihre Aufgaben im Kontext des großen Ganzen erklärt.

Station I: Einsatz in Tochterfirma – 3 Monate

Als erste Station kam ich dann im November zu einer Tönnies-Tochtergesellschaft, die sich auf Herstellung, Labeling und Vermarktung von Artikel für Groß- und Einzelhändler spe­zialisiert hat. Die Produktion ist mit branchenweit anerkannten Qualitätssiegeln zertifiziert, weswegen dort regelmäßig IFS-Audits (International Featured Standards) stattfinden. Als Trainee im Qualitäts­management durfte ich diesen Audit selbstständig vorbereiten und stellte Stück für Stück Dokumente zusammen, die den Ist-Zustand präsentieren sollten. Am Tag der Prüfung leitete ich das Audit Seite an Seite mit der Geschäftsführung, die mich vollkommen eigenständig arbeiten ließ. Das positive Ergebnis war die große Mühe mehr als wert: das Audit wurde mit Bestnoten bestanden.

Station II: QS für Tillman’s und Tönnies – 3 Monate

Ab Februar 2016 begleitete ich die Audits für Tillman’s- und Tönnies-Produkte im Stammwerk in Rheda. Ergänzend dazu habe ich mich auch um die internen Betriebsrundgänge, Audits, Qualitäts­kontrollen und Gefahren­analysen gekümmert. Im Anschluss daran bekam ich eine neue Aufgabe: Mit der Betreuung der Außenstandorte bestand meine Hauptaufgabe darin, eine Änderung der Schnitt­technik in der Rinderschlachtung einzuführen und die Prozesse im gesamten Produktionsablauf zu optimieren. Um einen besseren Überblick darüber zu bekommen, wie jeder einzelne Betrieb arbeitet und die neue Schnitt­technik umsetzen kann, führte ich auch hier einige Audits und Betriebsbegehungen vor Ort durch. Dabei stand die Prüfung des gesamten Qualitätsmanagementsystems im Vordergrund. An diesem Projekt gefiel mir zurückblickend besonders gut, dass meine Ideen immer direkt in den Prozess­ablauf übernommen wurden und ich sehr schnell Verbesserungen erzielen und erkennen konnte.

Station III: Standortbetreuung national & international – aktuell

Seit Mai kümmere ich mich um mehrere Standorte aus dem Bereich Tönnies Lebensmittel. Hier fungiere ich sozusagen als Berater für interne „Kunden“, die Hilfestellung bei der Umsetzung unserer strengen Qualitäts­kontrollen benötigen. Vor Ort im Betrieb bin ich immer dann, wenn ein Standort kurz vor einem Audit steht, um bei der Vorbereitung und Durch­führung der Prüfung unterstützend mitzuwirken. Für meine Zukunft als Trainee ist nun auch die Unter­stützung von Tönnies in Dänemark und weiteren Auslandsstandorten geplant. Über die Gelegenheit, international zu arbeiten und in Dänemark Erfah­rungen zu sammeln, freue ich mich natürlich total.

Mein Zwischenfazit nach einem Jahr Team Tönnies: Es ist einfach super und ich hätte nicht gedacht, dass ich hier so viel erreichen und bewegen kann. Ich glaube sogar, man kann hier viel mehr erreichen als in den riesigen DAX-Konzernen, in denen die Ent­scheidungswege viel länger sind. Nicht nur fachlich, auch menschlich stimmt es hier einfach. Ich fühlte mich vom ersten Tag an überall ernst genommen, gut aufgenommen und nach kurzer Zeit ange­kommen. Wäre das Traineeship ein Amazon-Artikel, gäbe es von mir eine klare Kaufempfehlung ;-)