Von echten Personalprofis

Tipps zur Bewerbung und dem ersten Arbeitstag

Die richtige Bewerbung

Was gehört eigentlich in die optimale Bewerbung? Falsche Adresse, fehlende Dokumente oder Namensdreher – die Möglichkeiten, Fehler in der Mappe zu machen, sind zahlreich. „Am schlimmsten ist es, wenn man nicht individuell auf das Stellen­angebot der Firma eingeht“, sagt HR-Mitarbeiterin Kristin Steinschmidt. Der Bewerber müsse es schaffen, genau auf das Profil zu passen, das gesucht wird. „Fehlende Angaben machen dabei einen ebenso schlechten Eindruck wie Rechtschreib­fehler“, sagt die Expertin weiter.


Der Lebenslauf ist die wichtigste Visitenkarte eines jeden Bewerbers. Steinschmidt verrät, an welchen Stellen Fallen lauern: „Informationen über den Familienstand sind heute nicht mehr zeitgemäß und können einem manchmal sogar zum Verhängnis werden, deshalb lässt man sie besser raus.“ Lücken im Lebenslauf seien hingegen ein No-Go. „Es ist keine Schande, wenn man eine Zeit lang arbeitslos war oder nach der Schule zunächst die Welt erkundet hat. Man sollte jedoch dazu stehen und es im Lebenslauf angeben“, rät sie.

Das Vorstellungsgespräch

Sie haben die erste Hürde der Bewerbung geschafft und Tönnies hat Sie zu einem Gespräch eingeladen. Wie vermittle ich meinem potenziellen Chef einen möglichst positiven Eindruck von mir? Bleiben Sie sie selbst und verstellen Sie sich nicht, denn einstudierte Floskeln wirken unglaubwürdig. Der erste Eindruck entsteht allerdings häufig nicht erst beim Gespräch, sondern schon viel früher. Faktoren wie Händedruck und äußeres Erscheinungsbild verraten viel über Ihre Persönlichkeit.


Muss es für einen adretten Eindruck denn immer gleich der Anzug sein? Natürlich nicht, je nach Position und gerade bei Jobs mit weniger Kunden­kontakt kann die Kleidung bei der Bewerbung auch etwas legerer ausgewählt werden. Dennoch gilt die Devise: Besser over- als underdressed. Treten Sie nicht mit allzu starren Vorstellungen an Ihren neuen Job heran. Ein wechselseitiger Dialog ist immer die optimale Basis eines Bewerbungsgespräches.

Do’s
  • Ansprechendes, sicheres Auftreten
  • Gesprächsbezug zum Lebenslauf
  • Verständliche, klare Aussprache
  • Zum Typ passendes, elegantes Outfit
  • Eigene Fragen zur Stelle vorbereiten
Dont’s
  • Den Gesprächspartner unterbrechen
  • Überheblichkeit oder Arroganz
  • Unwahrheiten sagen
  • Unvorbereitet sein
  • Zu starre Erwartungen haben
Die letzte Hürde: Der erste Arbeitsalltag

Neuer Arbeitsort, neue Kollegen, neue Aufgaben – der erste Arbeitstag stellt noch einmal eine besondere Herausforderung an den neuen Mit­arbeiter, da ist eine gewisse Unsicherheit vorpro­grammiert. Hier ein paar Tipps, damit Sie entspannt ankommen können. Wie könnte der erste Tag im Unternehmen ablaufen? Experten empfehlen zehn Minuten früher zu kommen, um sich einzu­finden und vielleicht schon den Kontakt zu den Kollegen zu suchen. Alle Namen kann auf Anhieb niemand behalten. Kleiner Tipp: Notizen helfen beim Merken der neuen Gesichter. Dringende Fragen bei der Einarbeitung stellen


Sie bestenfalls sofort oder bündeln diese zu einem Fragenkatalog. Wie kommen Sie mit Kollegen ins Gespräch? In der Mittagspause lassen sich gut Kontakte knüpfen. Erzählen Sie von sich und betreiben Sie etwas Smalltalk. Was ist, wenn der Chef am Abend Feedback haben möchte? Lieber die positiven Dinge betonen, als gleich am ersten Tag Kritik zu äußern. An dieser Stelle wäre es sinnvoll zu erwähnen, in welchen Bereichen Sie noch eine weitere Einarbeitung wünschen. Damit wäre der Einstieg auch schon geschafft. Wünschen Sie Ihren Kollegen einen schönen Feierabend.